Lady Marmelade

Letztes Jahr meinte der Weihnachtsmann es besonders gut mit uns, denn neben den sehnsuechtig erwarteten Geschenken liess er auch einen huebsch verpackten Karton mit 12 Marmeladen unter dem Tannenbaum stehen. Der klebrig-suesse Segen sorgte fuer allgemeines Stirnrunzeln und hochgezogene Augenbrauen. Theorien wurden entwickelt: Hatte sich der Mann mit dem Rauschebart nur in der Tuer geirrt? Oder sahen wir an diesem Heiligabend besonders hungrig aus, so dass Santa gar nicht anders konnte, als seinem Mitleid mit einer XXL-Portion Brotaufstrich Ausdruck zu verleihen? Das Geheimnis wurde an jenem Tag nicht mehr gelueftet, aber fortan waren wir die stolzen Besitzer von 12 Glaesern Jams und Jellies aus England.

Seitdem versuche ich nun, einer Marmeladenschwemme Herr zu werden, die in aparten Geschmacksrichtungen wie „sternhagelvoll am Fruehstueckstisch“ (Orange and Malt Whiskey) oder „die mochte ich schon bei Oma nie“ (Ginger) daherkommt. Da passt es wie Faust aufs Gretchen, dass Emma von „Nachkochen“ ein Rezept fuer jam tarts gebloggt hat, welches nach einer groesseren Menge Marmelade verlangt. Ich Daemlack habe allerdings keinen Puderzucker fuer die Herstellung des Rezept im Haus und weiche deshalb notgedrungen auf einen Rest Keksteig aus, der als Boden-Ersatz fuer die tarts fungieren muss. Klappt ebenfalls; sieht aber nicht halb so toll aus wie bei Emma und versteht sich auch eher als schnoeder Keks statt schnieke tart. Das Original wird deshalb auf jeden Fall von mir noch mal nachgebacken – versprochen! Dann vielleicht sogar mit einer exotischeren Marmeladen-Sorte, denn dieses Mal habe ich mich in typischer Schisshasen-Manier fuer eine Geschmacksrichtung entschieden, die der Bauer (also ich) kennt und somit auch frisst.

  • Mini Jam Tarts (oder so)
  • ½ Portion Keksteig (ergibt ca. 36 kleine tarts)
  • Marmelade nach Wahl

Den Backofen auf 175° Ober/Unterhitze vorheizen und ein 24er Mini-Muffinblech einfetten. Den Keksteig auf einer bemehlten Arbeitsflaeche in 0,3cm Dicke ausrollen. Mit einem Keksausstecher (6cm ø ) Kreise ausstechen und die Vertiefungen der Muffinform damit auskleiden. Jeweils einen ca.  ¾ vollen Teeloeffel Marmelade in die Vertiefungen geben, und einen weiteren Kekskreis (4,5 cm ø) als Deckel auf die pies setzen. Wer mag, sticht vorher noch ein dekoratives Loch in den Deckel. Die tarts fuer 12-15 Minuten auf der mittleren Schiene des Ofens backen lassen.

Aus der kuemmerlichen Menge Restteig habe ich uebrigens spontan diese sechs Eistuetchen gemacht. Wie das ganz ohne passenden Ausstecher geht, koennt ihr hier nachlesen.

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7 thoughts on “Lady Marmelade

  1. Ui, Danke fürs Rezept. Ich weiß auch immer nichts mit der vielen Marmelade anzufangen! Bin kein Marmeladenbrotfan, aber in Backwerk ist sie toll!
    Wenn ich keinen Puderzucker im Haus habe, schmeiß ich übrigens immer normalen Zucker in den Mixer und fertig. Funktioniert eigentlich ganz gut!
    Liebe Grüße!
    elisa

  2. Hallo Persis!

    Ich habe Deinen Blog gerade durch Deinen Kommentar bei mir entdeckt – und mich gleich verliebt! Deine Kekse sind so schön!

    Liebe Grüße

    Nina

  3. Pingback: Zwei zum Preis von einem « ein keks für unterwegs

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